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Geschichte von Elsenberg

Urkunde Elsenberg
Urkunde von 1328

Am 27.1.1328 verkaufte Friderich von Wisentauwe (= Wiesenthau) sein Eigentum zu Elsenberch und die Preitenwiesen mit allem Zubehör an Heinrich Gruntherr, Bürger zu Nürnberg. Dessen Sohn Friz Gruntherr bestimmte das Gut (d.h. die Abgaben) 1371 testamentarisch zu einem ewigen Jahrtag. Es umfaßte die späteren Hausnr. 7,8,9,10.

1409 erwarb Probst Wolfram für sein Augustinerchorherrenstift in Neunkirchen von Hartung von Wiesenthau einen Hof zu Elsenberg. Das Anwesen bestand aus den künftigen Hausnummern 11,12,13.


Zwei Höfe hatte der Bischof zu Bamberg vor 1548 an die Familie Haller, Nürnberg, als Mannlehen verliehen. 1663 starb Wilhelm Haller als letzter der Jobstschen Linie, und die Güter, inzwischen jeweils geteilt, fielen wieder nach Bamberg zurück. Das sind Nr.1 und 3, sowie 5 und 6.


Außerdem besaß die Familie Haller vor 1548 weitere zwei Höfe (Halbhöfe) in Elsenberg als Gotzmännische Mannlehen, nämlich Nr. 2 und 4. Von der Nummer 4 wurde die Nr. 14 schon vor 1582 abgetrennt.


Im Dreißigjährigen Krieg wurde zumindest das Neunkirchner Anwesen (Nr.11,12,13) zerstört (ca. 1634).


Elsenberg war von 1663 bis 1802 zur Hälfte Nürnbergisch (Gruntherr, Haller), zur Hälfte Bambergisch (das Kloster Neunkirchen existierte von 1314 bis 1554 und wurde danach von Bamberg verwaltet). Die meisten Anwesen haben eine sich über viele Jahrhunderte erstreckende Familientradition. Einige wenige, nämlich Nr.9, 11 und 12 wechselten durch Verkauf den Besitzer.


Kirchlich gehörte Elsenberg stets zu Pinzberg. Seit 1911 besitzen die Elsenberger eine eigene Kirche St. Josef, vor allem dank Georg Schmitt Nr.10. Als Gemeinde war Elsenberg bis 1808 selbständig


Das Wirtshaus befand sich 1870 in Nr.16, mindestens ab 1908 mit Unterbrechungen in Nr.12, und wurde am 15.9.1979 ganz aufgegeben. Seitdem dient die sogenannte Milchbar im Feuerwehrhaus als gesellschaftlicher Mittelpunkt. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1934 gegründet und bildet als einziger Verein des Ortes das soziale Band. Eine Pflichtfeuerwehr gab es schon seit 1879. Die Kirchweih im September lockt stets viele Gäste nach Elsenberg.


Heute gibt es in Elsenberg 23 Häuser mit etwa 100 Bewohnern.


Alfons Eger


Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung

Verwendete Quellen:

Stadtarchiv Nürnberg: Urkunde von 1328: E13/I,6

Ebnerarchiv Eschenbach: Jahrtag 1371: Allg. Reihe Nr.23

Staatsarchiv Bamberg:

- Urkunde von 1409: A137 L265,21

- durch den 30-jährigen Krieg unbebaute Höfe: A221/V, 1678

Hallerarchiv, Schloß Großgründlach: verschiedene Archivalien

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